Jugendhaus Malchen

Das Jugendhaus Malchen betreut Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren, die entweder in Obhut genommen werden müssen oder die aus dem Ausland als unbegleitete Jugendliche nach Deutschland einreisen.

Im Jugendhaus in Malchen werden die Kinder und Jugendlichen rund um die Uhr betreut. Es ist ihr Zuhause auf Zeit, denn spätestens mit 18 Jahren müssen die Jugendlichen das Haus verlassen.

 

Seit Anfang März 2014 betreut der SI-Club Seeheim-Jugenheim Flüchtlingskinder im Jugendhaus Malchen. Dort lebt Ahmed H. seit März 2013 mit fünf weiteren Jugendlichen. Im Alter von 16 Jahren ist er vor der Gewalt der Taliban aus seiner Heimat Afghanistan geflohen. Seine Flucht führte ihn über Pakistan, Iran, Türkei und Italien schließlich nach Deutschland (Frankfurt). Von dort wurde Ahmed dem Jugendhaus Malchen (Kreis Darmstadt-Dieburg) zugewiesen.

Nach einem dreimonatigen Intensiv-Deutschsprachkurs besuchte er die Schule und absolvierte den Hauptschulabschluss mit sehr guten Noten. Im Sommer 2014, an seinem 18. Geburtstag, zog Ahmed in ein Flüchtlingshaus in Roßdorf um.

Der Club unterstützt Ahmed in seinem Bestreben nach Selbstständigkeit, besonders bei der Einrichtung seiner Wohnung und der Komplettierung seines Haushaltes sowie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Inzwischen hat Ahmed  2017 eine Ausbildung zum Zahntechniker begonnen. Seine Arbeitgeberin unterstützt ihn aktiv dabei. In Ihrer Nähe hat er auch eine neue Unterkunft gefunden.

Impressionen vom Grillfest im Jugendhaus Malchen am 22.7.2015

Lange vereinbart war das gemeinsame Grillfest von SI Seeheim-Jugenheim mit den jugendlichen Flüchtlingen, die wir im Jugendhaus Malchen betreuen. Am 22.7. 2015 war soweit: Unser Clubabend fand im schönen Garten des Jugendhauses statt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zum Teil gerade ihre Schulabschlussprüfungen mit Bravour bestanden haben, bekochten und bewirteten uns an diesem Abend. Es war ein gelungenes Fest, das bei ausgelassener Stimmung und zunehmend vertrauteren Gesprächen bis 22 Uhr dauerte. Wir hatten praktische präsente mitgebracht: Handwerkzeug und Arbeitskleidung für die nun beginnende Ausbildungszeit.