Neues aus der Mongolei

Unser Motto hier: Weil schon so viel Arbeit im Filzen steckt, sollte jeder sein Bestes geben, um die schönsten Ergebnisse zu bekommen. Und das Allerschönste: Jeder Filz ist eine Botschaft aus der Mongolei. Und die Mongolei wird dadurch als Filzland wieder bekannt werden...

Die Bilder zeigen u. a. das gemeinschaftliche Filzen anlässlich einer Jurten Herstellung.
Unsere Filzfrauen arbeiten in Gruppen, das ist seit alters Tradition. Die Heimarbeit ist auch ein Aspekt, dient sie doch dem Erhalt des Existenzminimums, besonders eben auf dem Land und bei alleinerziehenden Frauen.
Der Filz ist für eine neue Jurte, die geweiht wird. Und hier sehen wir letzte Arbeiten an den Seilen und den Nähten. Arbeit der Frauen, Stärkung des Zusammenhalts. Die Jurte ist für die Hochzeit, ein neues Leben, das anfängt. Ohne diese Filzarbeiten kein Leben. Nach der Arbeit wird gefeiert, gegessen, getrunken und gesungen.

Anmerkung zu 2020: Der Corona-Virus bedroht derzeit besonders die Mongolei, die als eines der gefährdetsten Länder, in unmittelbarer Nachbarschaft zu China, gilt. Das Land ist völlig abgeriegelt, keine Flüge nach Japan, Korea, Vietnam, Thailand und natürlich nach China. die Hautstadt ist abgeriegelt, keine Verbindung zum weitläufigen Land.
Filz war und ist weiterhin eine Hoffnung, wenigstens sich selbst zu erhalten und weiter leben zu können. Und wir leisten Hilfe und Unterstützung, wo sonst keine hinkommt.

Mehr unter: Traditionelles Filzhandwerk in der Mongolei...

Förderung der Lebensbedingungen von Frauen auf dem Land in der Westmongolei/Altai durch traditionelles Filzhandwerk

Primäres Ziel ist es, selbstorganisierte Gruppen von Frauen zu unterstützen und ihnen Impulse und Techniken des Filzens an die Hand zu geben, die ihnen eine solide Grundlage für ein wenn auch noch so kleines Einkommen gewähren, wo es sonst wenig Verdienstmöglichkeiten gibt.

 

In zweiter Linie können solche Maßnahmen einer Abwanderung vom Land entgegenwirken. Denn gleichzeitig müssen den Frauen auch Absatzmöglichkeiten aufgezeigt werden, sowohl auf dem lokalen Markt als auch durch Herstellung von Kontakten nach Ulaanbaatar.

 

Drittens geht es um die Bewahrung einer uralten Technik, die des Filzens, die einzigartig in der Mongolei und damit auf der Welt ist. Muster und Techniken werden bewahrt, wenn sie praktiziert und angewandt werden.

 

Schon in den Jahren 2009/ 2010 wurden Filzkurse im Kreise Erdenebüren; Howd und im Kreis Omnogowi, Uws durchgeführt. Sie wurden sehr freudvoll aufgenommen und waren sehr erfolgreich. Die dringende Nachfrage nach Kursen konnte zeitweilig mit Unterstützung der deutschen Botschaft in Ulaanbaatar fortgesetzt werden.

 

Wir unterstützen die Herstellung der Filzarbeiten in Kooperation mit dem Verein Freunde des Altai e.V.:

http://www.freunde-des-altai.org/filzprojekt.php