Das Jahr 2020 war auch in Sri Lanka geprägt von COVID 19

Wir – der Vorstand von CHANCE - waren noch vor dem ersten Lockdown im Frühjahr in Sri Lanka und haben bei unseren Kontrollen gesehen, dass die Spendengelder unserem Auftrag entsprechend bei den unterprivilegierten Mädchen angekommen sind: die Mädchen gehen regelmäßig zur Schule, sie werden in den Heimen versorgt mit Nahrung und Kleidung, sie erhalten auch die notwendige medizinische Versorgung und auch der Nachhilfeunterricht am Nachmittag ist finanziell sicher gestellt. Wir müssen immer wieder feststellen, dass dieser Nachhilfeunterricht sehr wichtig für unsere Mädchen ist, gibt er ihnen doch die Chance, ihre Leistungen so zu verbessern, dass sie ihren Fähigkeiten entsprechend einen Beruf wählen können, der höhere Anforderungen an sie stellt. Deshalb ist unser finanzielles Augenmerk ganz besonders auf diesen Nachhilfeunterricht gerichtet, um den Mädchen eine günstige Ausgangsbasis zu geben.

 

Aufgrund des Lockdowns wurden die Kinder aus unseren Projekten zu ihren Familien zurückgeschickt, sofern Familienangehörige in der Lage waren, die Kinder zu versorgen. Nach Beendigung des Lockdowns kamen die Kinder teilweise zurück, neue Kinder, insbesondere junge Mädchen, wurden eingewiesen. Deshalb müssen wir neue Spielgeräte erwerben wie Schaukeln, Wippen, Balancebalken etc., die dazu beitragen sollen, die Koordination zu fördern und Spaß an der Bewegung zu haben. Zurzeit ist erneut ein vollständiger Lockdown verordnet worden, die Dauer ist nicht bekannt.

Dankbrief Chance eV Brigitte Stegmayer.p
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Unterstützung für Mädchen in Sri Lanka bei Schule und Studium

Vor zwanzig Jahren gründeten Brigitte und Klaus Stegmayer den Verein CHANCE e.V., der in Sri Lanka drei Kinderheime Mount Madonna Girls Home (Wahakotte), Seth Sevena (Bolawalana) and Childrens Corner Orphanage (CCO) (Ambalangoda) für aktuell insgesamt 80 Mädchen und junge Frauen einrichtete und betreut. Sie hatten selbst fünf Kinder aus Sri Lanka und Indien adoptiert und erkannt, dass vor Ort Engagement notwendig ist, um Mädchen in dem durch Bürgerkrieg und später Tsunami geschüttelten Land ein annehmbares Leben zu ermöglichen, ihnen eine kulturelle und schulische Ausbildung zu geben und sie auf ihr Leben als Erwachsene vorzubereiten.

 

Die Mädchen zwischen circa fünf und 18 Jahren sind Waisen oder kommen aus schwierigen Elternhäusern, in denen nicht für sie gesorgt werden kann.

 

Im Rahmen des Vereins CHANCE e.V. kann über Patenschaften das Lebensnotwendige für ein Mädchen mit 25 Euro pro Monat finanziert werden. Unvorhergesehene Dinge wie ein Termitenbefall im Dachstuhl, der vor zwei Jahren das Bewohnen des Heims CCO unmöglich machte, stellen CHANCE e.V. vor große finanzielle Herausforderungen. Im Fall des Termitenfraßes kamen zusätzliche Kosten in fünfstelliger Euro-Summe auf den Verein zu.

 

Das gemeinnützige Engagement von CHANCE e.V. und darüberhinaus der alleine nicht zu erbringende monetäre Bedarf sind die Gründe, dieses Projekt von Seiten Soroptimist International (SI) Seeheim-Jugenheim zu unterstützen.

 

Kontaktperson für das Projekt ist Elke Hormes. Sie konnte sich über die Situation der Mädchen in Sri Lanka auf einer Reise im Jahr 2014 überzeugen.