Pressemitteilungen 2012

Ansprechpartner:

Eva Reinhold-Postina

Mail: pressebeauftragte@si-seeheim-jugenheim

 

PRESSEMITTEILUNG vom 15. November 2012
von Claudia Sierakowski

 „Ein Stück Normalität für Waisenhaus-Kinder“

Club Soroptimist Seeheim-Jugenheim engagiert sich in Vietnam

 

PEKIP, Babyschwimmen, frühkindliche musikalische Erziehung und zweisprachiger Kindergarten: Für viele deutsche Kinder sind diese Förderungsmaßnahmen heutzutage fast selbstverständlich. Wie aber sieht es in weniger privilegierten Ländern aus? Diese Frage stellten sich auch die Soroptimistinnen aus Seeheim-Jugenheim noch vor ihrer Charter im Juni 2011. Eine Clubschwester referierte über Auslandsadoptionen und beschrieb die Lage im Kinderheim „Go Vap“ im ehemaligen Saigon aus eigenem Erleben.

 

Das vietnamesische Kinderheim beherbergt 300 Kinder aller Altersgruppen mitten in einer dicht besiedelten Gegend von Ho Chi Minh-Stadt. Die 20 dort angestellten Pfleger sind mit den Aufgaben des täglichen Lebens betraut und schon damit völlig überlastet. Aus Personalmangel kann das Heim daher keine Betreuung außerhalb des Heims gewährleisten, so dass Kleinkinder das Haus normalerweise nicht verlassen dürfen. Die Kinder haben bis zum Alter von drei bis fünf Jahren also keinen einzigen Baum gesehen und kennen nicht das Gefühl von Rasen unter ihren Füßen. Sie leiden an psychischen Schäden, viele entwickeln einen starken Hospitalismus. Viele dem Heim inzwischen bereits entwachsene Kinder zeigen noch im Erwachsenenalter Schäden und Auffälligkeiten.

 

SI Seeheim-Jugenheim beschloss 2011, hier zu helfen. Um diesen schweren Beeinträchtigungen entgegen zu wirken, werden für behinderte und nichtbehinderte Kleinkinder regelmäßige Ausflüge in einen Park organisiert. Dort können die Kinder endlich einmal normal spielen, schwimmen und die Natur erleben! Dieses Ausflugsprogramm wurde kürzlich noch um eine „Anleitung zur Lebensfähigkeit“ erweitert.

 

Das vorerst dreijährige Programm wird in Zusammenarbeit mit der australischen Hilfsorganisation H.O.P.E. durchgeführt. Häufige persönliche Kontakte und Mitarbeiter vor Ort stellen die effiziente und korrekte Verwendung der Hilfe sicher. Es ist schön zu beobachten, welchen Spaß „unsere“ Kinder bei den Ausflügen haben und wie sie sich entwickeln.

PRESSEMITTEILUNG vom 15. August 2012

Educate to lead....

SI Seeheim-Jugenheim arbeitet jüdische Schicksale auf

 

Das SI-Ziel „educate to lead“ ist ein zukunftsweisendes Projekt, mit dem Mädchen und Frauen weltweit gestärkt werden, damit sie lernen und ihre Chancen im Leben nutzen können. Lernen heißt aber nicht nur lesen, schreiben, rechnen lernen oder sich durchsetzen auf dem Weg nach oben, lernen heißt auch die eigene Verantwortung erkennen, um schließlich Verantwortung für andere übernehmen zu können. Dazu gehört gerade in Deutschland die Kenntnis der jüngeren Geschichte.

 

Wer die Zukunft gestalten will, der muss die Vergangenheit kennen. Das gilt bei uns ganz besonders. Deshalb ist das SI-Anliegen "educate zu lead" für SI Seeheim-Jugenheim Verpflichtung und Anlass, sich ausführlich mit der jüdischen Geschichte und dem Holocaust zu beschäftigen. Wir beginnen dabei vor Ort und erkunden die Schicksale der in der Nazizeit verfolgten und ermordeten Seeheim-Jugenheimer Bürger- um ihrer mit Stolpersteinen zu gedenken, die Erinnerung an sie wach zu halten - oder überhaupt erst wieder zu wecken. Einige Clubschwestern befassen sich bereits seit Jahrzehnten mit der jüdischen Geschichte und den Synagogen der Region und haben sich jetzt zu einer Arbeitsgruppe innerhalb des Clubs zusammengeschlossen. Geplant sind neben Rundgängen und Vorträgen zum Thema auch Publikationen und Lesungen. Angesprochen werden damit in erster Linie junge Menschen der Region. SI Seeheim-Jugenheim kooperiert dabei – wie auch bei anderen Projekten - mit dem Schuldorf Bergstraße. Am 15. August führten die Mitglieder der Arbeitsgruppe ihre Clubschwestern zum ersten Mal auf einem Rundgang durch Seeheim zu Häusern, in den früher jüdischen Familien wohnten, und auch zur ehemaligen Mikwe und der noch erhaltenen Synagoge. 

PRESSEMITTEILUNG vom 15. August 2012

Nähmaschinen fürs Schuldorf

SI Seeheim-Jugenheim unterstützt Nähwerkstatt

 

Die Werkstätten des Schuldorfs Bergstraße unterstützt SI Seeheim-Jugenheim schon seit seiner Gründungsphase. Nun erweitert die Schule das bisherige Angebot der Holz- und Metallwerkstatt um eine Nähwerkstatt. SI Seeheim-Jugenheim hat mit der Übergabe von fünf gebrauchten (und einer noch funktionsfähigen musealen Nähmaschine) den Grundstock gelegt und will auch dieses Projekt durch Spenden weiterhin fördern. Die Nähwerkstatt läuft als Wahlpflichtunterricht und kommt zum ersten Mal jetzt zum Herbst zustande. Die dafür zuständige Lehrkraft hat bereits Ideen für eine Kooperation mit SI entwickelt. Sie möchte mit den Schülern und Schülerinnen Objekte nähen, die SI vermarkten kann. Wir sind gespannt auf die ersten Werkstücke.

PRESSEMITTEILUNG vom 15. Mai 2012

Damit Jugendliche auf eigene Füße kommen!

SI Seeheim-Jugenheim unterstützt Jugendhaus Malchen

 

„Anne Klatt ist eine tolle Frau, wenn Ihr könnt, dann helft ihr!“ Gerne griffen die Soroptimistinnen aus Seeheim-Jugenheim die Empfehlung ihrer Bensheim-Heppenheimer Schwestern auf. Diese hatten die patente Sozialarbeiterin Klatt und ihre „Inobhutnahme“ bereits einige Jahre unterstützt. Dann wechselte Anne Klatt ins nördliche Seeheim-Jugenheim und übernahm dort die Leitung des Jugendhauses Malchen. Das von den Bewohnern und Betreuern liebevoll gepflegte Heim am Odenwald-Rand beherbergt 16 Jugendliche. Die Hälfte kam allein und ohne Pass aus Krisenregionen nach Deutschland, die übrigen stammen aus Familien, die sich nicht um ihre Kinder kümmern können. Anne Klatt braucht weniger Geld, denn die Ämter sorgen fürs Nötigste. Sie braucht aber immer Wäsche, Bettzeug, Handtücher. „Wenn mir die Polizei nachts einen Sechsjährigen bringt mit nichts als seinen Kleidern auf der Haut, dann muss ich in den Schrank greifen und was Passendes herausholen können.“ Solche bescheidenen Wünsche kann SI Seeheim-Jugenheim erfüllen. Regelmäßig sammeln die Schwestern Gebrauchtes, auch Spielzeug und Kinderbücher fürs Heim. Weil ab und zu doch einmal Bares gebraucht wird, hat SI Seeheim-Jugenheim jetzt einen Sonderfonds ausgestattet für die Malchener Jugendlichen. Sie müssen nämlich mit 18 Jahren das Heim verlassen. Die jungen Leute suchen sich eine Wohnung und beginnen eine Ausbildung, immer noch an der fürsorglichen „langen Leine“ von Jugendamt und Anne Klatt. Wohnung und das Nötigste finanziert der Staat, Extras nicht. Und dazu zählt kurioserweise die Kaution für die Wohnung. Die wird jetzt erst mal vom SI-Sonderfonds vorgestreckt – damit die Jugendlichen nach und nach auf eigene Füße kommen.

PRESSEMITTEILUNG vom 15. Mai 2012

Auf Autoreisen mal die Füße vertreten!

SI Seeheim-Jugenheim pflanzt „Gobal Water“ in „Goldschmidts Park“!

 

„Goldschmidts Park“ zählt zu den schönsten Gärten an der nördlichen Bergstraße. Im Juni 2011 feierte SI Seeheim-Jugendheim in der dortigen Villa Goldschmidt seine Charter. Im März zog es die Schwestern zurück an den Gründungsort: Anlässlich des Weltwassertages pflanzten sie zehn SI-Rosen „Global Water“ im Rosengarten in Goldschmidts-Park. Die Gemeinde und auch die Interessengemeinschaft, die den Park betreuen, freuten sich über die Spende. Die Rosen füllen die letzten freien Beete im sehenswerten Landschaftspark am Fuße des Lufthansa Zentrums. Interessant für Sorores, die sich auf langen Autofahrten von Nord nach Süd einmal die Füße vertreten möchten: Der öffentliche „Goldschmidts Park“ am Hang über Seeheim liegt nur knapp fünf Autominuten entfernt von der Ausfahrt Seeheim-Jugenheim an der A 5! Der Abstecher lohnt sich, schon der Rosen wegen. Natürlich haben viele Clubschwestern auch privat „Global Water“ gepflanzt – der Erlös dient schließlich einem guten Zweck.

Mit freundlicher Unterstützung von: