PRESSEINFORMATION - 24. Juni 2026
Soroptimist Club Seeheim-Jugenheim
vergibt Henny-Koch-Preis 2025 an erfolgreiche Schuldorf-Schülerinnen
SEEHEIM-JUGENHEIM. Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben. Um die Bildung junger Mädchen und Frauen zu fördern, hat der Club Soroptimist International Seeheim-Jugenheim (SISJ) anlässlich seines zehnten Charterjubiläums 2021 den Henny-Koch-Preis ausgelobt. Mit dieser Auszeichnung würdigt der SI-Club seither jeweils zum Schuljahresende die besten Absolventinnen der einzelnen Schulzweige am Schuldorf Bergstraße. Bis heute haben die Soroptimistinnen über den Henny-Koch-Preis bereits 26 junge Frauen mit insgesamt 13.000 Euro gefördert.
Am Dienstagabend (23. Juni) vergab der Club den Henny-Koch-Preis zum sechsten Mal in der Aula des Schuldorfs. Ausgezeichnet wurden sechs Schülerinnen: Der Henny-Koch-Preis für das beste Abitur ging an Lea Ballin. Viktoriia Hosianok erhielt die Auszeichnung für ihren hervorragenden Realschulabschluss und Virag Stadler für den besten qualifizierenden Hauptschulabschluss. Mit einem weiteren Henny-Koch-Preis würdigte SI Seeheim-Jugenheim Alicia Sophie Bluhm als erfolgreiche Absolventin der Dahrsbergschule. Die Dahrsbergschule ist eine Schule für Lernhilfe, die bereits seit Gründung des Schuldorf 1954 auf dem Campus etabliert ist. Zwei weitere Henny-Koch-Preise gingen an Belle Ziqi Jüllich und Amelia Erler von der ebenfalls zum Schuldorf gehörenden Internationalen Schule (SISS); Belle Ziqi Jüllich erhielt die Auszeichnung für ihren herausragenden Abschluss „International General Certificate of Secondary Education (IGCSE)“, was mit dem deutschen Realschulabschluss vergleichbar ist. Das beste International Baccalaureate Diploma (IB) erarbeitete sich in diesem Schuljahr Amelia Erler. Die Vize-Präsidentin des SI-Clubs Seeheim-Jugenheim, Jutta Koop, überreichte die Auszeichnungen und wünschte den Absolventinnen alles Gute für die Zukunft.
Der Henny-Koch-Preis ist ein Bildungspreis und besteht jeweils aus einer Anerkennungsurkunde und einem Gutschein für ein professionelles, individuelles Stärken-Coaching im Wert von 500 Euro. Das Coaching übernimmt im Auftrag des SI-Clubs Seeheim-Jugenheim die Diplom-Psychologin und Systemische Coachin Katrin Faust aus Heppenheim. Wie bereits in den Vorjahren berichtete auch diesmal eine frühere Preisträgerin während der Feierstunde über ihren weiteren Bildungsweg nach dem Schulabschluss. Amira Mi-Sen Seibert, Henny-Koch-Preisträgerin des Jahres 2022, erzählte von ihrem erfolgreichen Wirtschaftsstudium und davon, wie ihr das Henny-Koch-Preis gehörende Coaching geholfen hat, Selbstvertrauen zu gewinnen.
Zur Begrüßung und zum Abschluss der Feier sprachen Schulleiterin Christina Martini-Appel und Sven Unruh, Leiter der Dahrsbergschule. Sie gratulierte den Preisträgerinnen mit Blumensträußen. Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, Karl Georg Bayer, gratulierte in Vertretung der Bürgermeisterin und brachte als Präsent der Kommune farbenfrohe Badehandtücher mit die Preisträgerinnen.
Namenspatronin der Auszeichnung ist die Schriftstellerin Henny (Henriette) Koch, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Jugenheim lebte und arbeitete. Ihre insgesamt 29 Bücher gehören zur sogenannten Backfischliteratur und wurden im In- und Ausland verlegt, gelesen und teilweise auch verfilmt. Henny Koch ist ein Paradebeispiel einer Frau, die sich durch Bildung und eigene Arbeit ein unabhängiges Leben aufbaute. Dafür setzen sich die Soroptimistinnen heute weltweit ein: Bildung für Frauen und Mädchen als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.
Die Henny-Koch-Preisträgerinnen 2026 am Schuldorf Bergstraße: Der Club Soroptimist International Seeheim-Jugenheim würdigt mit seinem Preis die erfolgreichen Schülerinnen des Abschlussjahrgangs 2025/26. Auf dem Foto von links: Virag Stadler (Qualifizierender Hauptschulabschluss), Lea Ballin (Abitur), Amelia Erler (IB), SI-Vizepräsidentin Jutta Koop, Alicia Sophie Bluhm (Abschluss Dahrsbergschule) Belle Ziqi Jüllich (IGCSE), Viktoriia Hosianok (Realschulabschluss) und Katrin Faust, die das Coaching im Auftrag des SI-Clubs Seeheim-Jugenheim übernimmt.
Foto: Eva Reinhold-Postina/Soroptimist/privat
PRESSEINFORMATION - 3. März 2026
Wie schüren Handys Gewalt gegen Frauen?
SI Seeheim-Jugenheim zeigt Ausstellung zum Rohstoff Coltan im „Forum am Rathaus“
SEEHEIM-JUGENHEIM. „Coltan ist keine Zahncreme", so lautet der Titel der Ausstellung, die der Club Soroptimist Seeheim-Jugenheim anlässlich des Weltfrauentags 2026 in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Kommune im neuen „Forum am Rathaus“ in Seeheim eröffnet – und die bis 20. März zu sehen ist. Coltan ist keine Zahncreme, sondern ein begehrter Rohstoff, der für den Bau von Mobiltelefonen gebraucht wird, ebenso für PCs, Tablets, Spielkonsolen, Flachbildschirme, Touchscreens und E-Autos. Coltan ist für die Digitalisierung unseres modernen Alltags unentbehrlich.
Was die wenigsten wissen: Der Abbau von Coltan kostet jedes Jahr unzählige Frauen und Kinder das Leben. Das wertvolle Material wird im Osten der Demokratischen Republik Kongo vorwiegend von familiären Kleinstunternehmern unter technisch primitiven Bedingungen geschürft. Den Ertrag aus dem Coltan-Abbau pressen bewaffnete Rebellengruppen und Milizen der armen Bevölkerung ab. Dazu terrorisieren sie die eigene Bevölkerung. Hauptleidtragende sind Frauen und Kinder. Sie werden im Kongo systematisch brutal missbraucht und vergewaltigt.
Die Ausstellung „Coltan ist keine Zahncreme – Digitalisierung und der Krieg gegen die Frauen im Kongo" regt auf und zum Nachdenken an. Sie wurde als Wanderausstellung vom Club Soroptimist International Aalen/Ostwürttemberg konzipiert und wird ab vom 9. Bis 20. März im Foyer des „Forum am Rathaus“ in Seeheim-Jugenheim, Ortsteil Seeheim, gezeigt. Die Öffnungszeiten sind: Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich donnerstags von 14 bis 18 Uhr.
Um wertvolle Rohstoffe zu retten, stellt der SI-Club Seeheim-Jugenheim während der Ausstellung Sammelbehältnisse auf sowohl für gebrauchte Handys als auch für SD-Karten aller Größen (keine SIM-Karten). Die Handys werden von der regionalen Firma Azur recycled. Die SD-Karten gehen zur Weiterverwendung an die gemeinnützige Audiopedia Foundation. Diese bespielt die Karten mit Informationen speziell für Frauen in 80 Sprachen zu den Themen Gesundheit, Familienplanung, Frauenrechte, Finanzen oder Landwirtschaft. Die Karten werden so zu Bildungsbausteine für viele der weltweit rund 500 Millionen Analphabetinnen.
Mehr über Coltan erfahren Interessierte auch bei einem kurzen Fachvortrag: Am Donnerstag, den 12. März, um 16 Uhr, referiert Chemikerin Dr. Claudia Sierakowski vom Club Seeheim-Jugenheim im Saal Karlovo über Coltan. Der Vortrag ist öffentlich und kostenlos. Er dauert eine Viertelstunde.