PRESSEINFORMATION, 10. Dezember 2020
Soroptimist Club Seeheim-Jugenheim verleiht Menschenrechtstafel an SzenenWechsel e.V.
SEEHEIM-JUGENHEIM. Anlässlich des internationalen „Tages der Menschenrechte" am 10. Dezember verleiht der Club Soroptimist International Seeheim-Jugenheim die „Menschenrechtstafel“ an das Frauen-
und Familienzentrum SzenenWechsel in Seeheim-Jugenheim.
Die Menschenrechtstafel wird seit bald zehn Jahren von den Soroptimist-Clubs der Metropolregion Rhein-Neckar verliehen; SI Seeheim-Jugenheim gehört zu den Clubs der Metropolregion. Empfänger der „Menschenrechtstafel“ sind neben Schulen vor allem Institutionen und Vereine, die sich für Menschen einsetzen und den würdevollen Umgang miteinander. Die „Menschenrechtstafel“ nimmt Bezug auf die ersten drei Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. In Artikel 1 steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ In Artikel 2 werden unter anderem die freie persönliche Entfaltung und die körperliche Unversehrtheit jedes Menschen durch den Staat garantiert. In Artikel 3 bürgt die Bundesrepublik für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.
„All dies sind auch zentrale Anliegen von Soroptimist International“, erläutert Gisela Dallhammer, amtierende Präsidentin des Seeheim-Jugenheimer SI-Clubs. „Wie setzen uns in unserem weltweiten
Netzwerk für die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ein, für Gleichberechtigung, für den Zugang zu Bildung und gegen Gewalt an Frauen. Das Frauen- und Familienzentrum Szenen-Wechsel kümmert
sich seit 1993, also seit bald 30 Jahren, um junge Familien, Alleinerziehende, um Zugezogene und auch um geflüchtete Neubürger und bietet ihnen allen einen Treffpunkt und eine Anlaufstelle für
viele Fragen von kleinen Probleme bis zu echten Notlagen. Mit der „Menschenrechtstafel“ würdigen wir vom Club Soroptimist Seeheim-Jugenheim dieses langjährige, außergewöhnliche Engagement.“
PRESSEINFORMATION, 11.November 2020
Soroptimist Club Seeheim-Jugenheim poliert wieder Stolpersteine vor Ort
SEEHEIM-JUGENHEIM. Erinnerungsarbeit leisten die Mitglieder des Clubs Soroptimist Internatio-nal (SI) Seeheim-Jugenheim jeden Herbst: Zum 9. November, der Wiederkehr der Pogromnacht 1938,
polieren sie die Stolpersteine in der Gemeinde – jetzt bereits im sechsten Jahr. Die kleinen Namenstafeln, die an die in der Nazizeit verfolgten und ermordeten jüdischen Bürger erinnern, bestehen
aus Messing. Im Laufe des Jahres stumpfen sie ab und werden unleserlich. Erinnerung muss aber sichtbar sein, um lebendig zu bleiben. Die „Arbeitsgruppe Stolpersteine“ im Club kümmert sich
parallel um die Aufarbeitung der Schicksale. Längst sind noch nicht alle Lebensge-schichten der ehemaligen jüdischen Bürger und Bürgerinnen erforscht und dokumentiert. Für SI Seeheim-Jugenheim
steht das Projekt „Stolpersteine“ unter dem internationalen SI-Leitmotiv „Educate to lead“ – denn nur wer die Geschichte kennt, der kann Menschen verantwortungsbe-wusst in die Zukunft leiten. SI
Seeheim-Jugenheim erinnert damit auch an die Soroptimistinnen jüdischen Glaubens des ersten deutschen SI-Clubs in Berlin. Einige konnten nach 1933 fliehen und überleben – auch dank der Hilfe
ausländischer Soroptimistinnen.
